Bro's aktives Sonnenhaus



Baublog zu unserem Sonnenhaus

Das Sonnenhaus

1.Sonnenkollektoren

Um 50 bis 80% der Wärme für ein gut gedämmten Einfamilienhauses solar zu erzeugen, ist eine Kollektorfläche von 30 bis 70 m² erforderlich. Sie soll möglichst steil nach Süden geneigt sein, daß auch im Winter gute Erträge erzielt werden können. Am besten eignen sich Großflächenkollektoren, die als anschlußfertige Module mit dem Kran montiert werden. Sie werden vorzugsweise mit umlaufender Blecheinfassung als zusammenhängende Fläche in die Dachhaut oder Fassade integriert. Auf diese Weise wird sowohl eine ansprechende Optik als auch ein guter Witterungsschutz erreicht. Die verbleibende Dachfläche kann mit einer Photovoltaikanlage zur solaren Stromgewinnung bestückt werden.

2. Solarspeicher

Ein großer Pufferspeicher mit integriertem Warmwasserboiler speichert die Solarwärme für Heizung und Warmwasser über mehrere Tage oder sogar Wochen. Das Speichervolumen wird bei Sonnenhäusern mit einem solarem Deckungsgrad von 50 bis 80% mit 150 bis 250 L pro qm installierter Kollektorfläche ausgelegt. Bei völlig solarbeheizten Häusern werden noch größere Speicher in der Größenordnung 40 m³ benötigt. Günstig für eine gute Temperatur-schichtung ist eine schlanke Form. Bevorzugt kommen zweigeschossige Kombispeicher mit zweistufiger Be- und Entladung zum Einsatz. Die Beladung kann durch interne oder externe Wärmetauscher erfolgen. Anstelle des Innenboilers ist auch die Trinkwassererwärmung über eine Frischwasserstation möglich. Die Aufstellung des Speichers im Wohnbereich ermöglicht einen nahezu verlustfreien Betrieb der Solaranlage, da die Speicherabwärme voll der Raumheizung zugute kommt. Dennoch sollte die Dämmdicke der Speicherisolation möglichst 25 bis 30 cm betragen.

  • eine schlanke Form und mehrstufige Be- und Entladung ermöglichen eine gute Temperaturschichtung.
  • Kombispeicher sind in allen Größen und mit variablen Einbauten erhältlich.
  • Schichtung bedeutet Trennung verschiedener Temperaturzonen im Speicher, es gilt dabei eine Durchmischung dieser Zonen und die damit verbundenen „Exergie“-Verluste zu vermeiden. Der Be- und Entladevorgang ist daher elementar für eine effiziente Speicherbewirtschaftung. Speichersysteme mit integrierten Schichtladeeinrichtungen verfolgen noch konsequenter das Ziel Wärme (und Kälte) exakt in die passenden Temperaturzonen einzuschichten. Eine Vorsortierung des Solarvorlaufes in zwei verschiedene Einströmhöhen ist bei hohen Speichern zu empfehlen.

3. Nachheizung mit Biomasse

Eine Biomasseheizung (Stückholz oder Pellets) stellt die ideale Ergänzung zur Solaranlage dar. Holz ist gespeicherte Sonnenenergie und verbrennt CO2- neutral. Bei Sonnenhäusern ist der Brennstoffbedarf sehr gering. In Kombination mit dem großen Pufferspeicher muss daher nur selten nachgeheizt werden. Als zusätzliche Wärmequelle reicht oft ein Kamin- oder Kachelofen mit Wassereinsatz. Dieser sollte eine hohe wasserseitige Leistung bei moderater Wärmeabgabe an den Raum haben. Noch mehr Komfort bietet ein Holzvergaserkessel, der einen größeren Füllraum hat, oder eine vollautomatisch arbeitende Pellet-Zentralheizung.

4. Flächenheizung

Unsichtbare Heizflächen aus Kupfer- bzw. Verbundrohrregistern in Wänden und Böden geben ihre Wärme in Form von langwelliger Strahlung gleichmäßig an den Raum ab und sorgen für ein behagliches Wohnklima. Wandheizungen sind gut regelbar und kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Sie sind als Unterputz-Register oder montagefertige Trockenbaupaneele erhältlich.

Quelle: www.aktives-sonnenhaus.de

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